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Buchtipp Nr. 1: Nachts unter der steinernen Brücke
von Leo Perutz

Völlig zu Unrecht ist dieser wunderbare Schriftsteller, von dem Carl von Ossietzky sagte, "Er ist ein Dichter mit der Fähigkeit, ungewöhnlich fesselnde Romane zu schreiben, ich betone ein Dichter", in Vergessenheit geraten. 1933 verlor er seine deutsche, 1938 seine österreichische Leserschaft und seine Heimat.

Vielleicht gelingt dem 1957 gestorbenen Autor in diesem Jahrtausend ein Comeback. Verdient hätte er es wahrlich.

Vor allem seinem schönsten Roman "Nachts unter der steinernen Brücke" gebührt eine viel größere Leserschaft.

In einer Rezension von Thomas Köster heisst es zu diesem Buch:

"... dem wundervollen, zur Zeit des Holocaust im israelischen Exil verfassten Hauptwerk des Pragerdeutschen Leo Perutz (1882 - 1957), dessen Ziel es ist, die ebenso farbenfrohe wie tragische Geschichte Prags lebendig werden zu lassen und derart gegen das Vergessen anzuschreiben"

und Radio Bremen schrieb

"Zwischen Kaiserburg und Judenstadt entfaltet Perutz ein Welttheater unvergesslicher Gestalten: Bettler, Narren, hohe Herren und fremde Abenteurer, und mitten unter ihnen der hungernde Kepler und der junge Wallenstein. Durch sie alle entsteht jene dichte Atmosphäre, wie sie Meyricks 'Golem' unsterblich machte."

Übrigens  waren auch Kurt Tucholsky, Bertolt Brecht, Kisch und Adorno Bewunderer des grossen Erzählers.

Für eine ausführliche Rezension (und übrigens die beste, die ich kenne) bitte hier klicken
"Willkür und Geschichte" - Steffen Martus

Also nichts wie 'ran an "Nachts unter der steinernen Brücke".
Zu beziehen ist dieser Roman unter anderen in einer schönen Neuauflage des Zsolnay-Verlags bei amazon.de.
Leo Perutz Nachts unter der Steinernen Brücke Roman


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